Was ist Psychosomatik?


Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass einem etwas auf den Magen schlagen kann, dass man etwas erst einmal verdauen muss, man etwas nicht mehr hören kann oder einem etwas Kopfzerbrechen bereitet.

Unter einer psychosomatischen Störung versteht man zum Beispiel, dass deren Ursache nicht komplett somatisch, also körperlich, erklärt werden kann. Beispielsweise berichtet jemand von Bauchschmerzen, bei denen der Arzt oder die Ärztin jedoch bei einer Untersuchung nichts feststellen konnte. Der Arzt oder die Ärztin, kann also nicht erklären, woher die Bauchschmerzen kommen. Wichtig zu wissen dabei ist, dass die Bauchschmerzen tatsächlich vorhanden sind und sich der:die Patient:in diese nicht einbildet, auch wenn keine Ursache im Bauch gefunden werden kann. Der Begriff der „Psychosomatik“ beschreibt also, dass der Körper und die Psyche zusammenhängen können. Ein Problem muss demnach also nicht entweder nur körperliche oder nur psychische Ursachen haben. In der Diagnostik spricht man z. B. von einer Somatisierungsstörung, somatoformen Störung oder von einer anhaltenden Schmerzstörung.

Welche psychosomatischen Beschwerden gibt es?


Bei psychosomatischen Störungen kann es sich symptomatisch beispielsweise um (chronische) Bauch- oder Kopfschmerzen, Muskelschmerzen sowie um Störungen des Magen- und Darmtraktes (z.B. „Reizdarm“, „Reizmagen“ etc.), aber auch um Schwindel oder Tinnitus handeln. Es sind jedoch auch andere Formen von Schmerzen oder Beschwerden möglich. Viele Patient:innen haben dabei die Sorge, ernsthaft erkrankt zu sein, nehmen deshalb viele Arztbesuche wahr und suchen Rückversicherung. Kinder und Jugendliche erfahren zudem oft Misstrauen, ob ihre Beschwerden wirklich vorhanden sind. Auch muss dabei beachtet werden, dass Schmerzen der individuellen Empfindung unterliegen, d.h. sie nicht für jeden gleich stark oder schlimm sein und deshalb unterschiedlich bewertet werden können.

Wie werden psychosomatische Störungen behandelt?


Zunächst ist es bei den o. g. Beschwerden wichtig, dass alle somatischen, d. h. körperlichen Ursachen von einer:m Ärzt:in bzw. einer:m Fachärzt:in ausgeschlossen werden.  Anschließend erfolgt eine ausführliche Psychoedukation und die Erstellung eines Störungsmodells. Dies bedeutet, dass genau erklärt und erarbeitet wird, auf welche Weise die Problematik funktioniert, entstanden ist und was diese aufrechterhält. Viel über die Problematik zu wissen, stellt eine gute Grundlage für die Behandlung und die Bewältigung dieser dar. Therapeutische Methoden können bei psychosomatischen Störungen z. B. das Erlernen von Entspannungstechniken sein, Problemlösetrainings, Expositionen, d. h. Konfrontationen mit schwierigen Situationen und Emotionen, um neue Strategien zu erproben. Zudem erfolgt meist eine Kognitive Umstrukturierung, d. h. die Einstellung und das Denken über die Schmerzen und das Problem soll verändert werden, Ablenkungsstrategien werden erlernt und Strategien zur Alltagsbewältigung zu initiiert.


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