Was versteht man unter Psychoedukation?


Bei der Psychoedukation handelt es sich um eine therapeutische Phase zu Beginn der Therapie, in der der:die Patient:in grundlegende Informationen von der:dem Therapeut:in bekommt. Es wird erklärt, worum es sich bei der vergebenen Diagnose oder der Erkrankung handelt, welche Ursachen dieser zugrunde liegen könnten, wie diese in der Regel funktioniert und welche Möglichkeiten es zur Behandlung gibt.  Der:die Therapeut:in vermittelt also aktiv Wissen. Zum Beispiel lernt der:die Patient:in bei einer Angststörung etwas über Ängste im Allgemeinen, was bei Ängsten physiologisch, also im Körper passiert, oder auch, dass Vermeidung der angstbesetzten Situationen dazu führt, dass die Angst immer größer wird. Das Ziel dabei ist, dass der:die Betroffene die Erkrankung besser einzuschätzen lernt, besser versteht und somit auch adäquater mit dieser umgehen kann.

Psychoedukation bei Kindern und Jugendlichen


Bei Kindern und Jugendlichen sollen vor allem auch die Eltern oder Bezugspersonen in Form von Psychoedukation über die Erkrankung ihres Kindes aufgeklärt werden. Durch das neu erworbene Wissen kann somit erreicht werden, dass Patient:innen und Eltern oder Bezugspersonen die Erkrankung auch nach der Therapie im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe besser managen können. Die Psychoedukation stellt also einen sehr wichtigen Teil der verhaltenstherapeutischen Behandlung dar.