Beeinträchtigungen psychischer Gesundheit


Die Definition von Gesundheit der WHO (Weltgesundheitsorganisation) beschreibt diese als Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens (…), der die psychische Funktions- und Leistungsfähigkeit miteinschließt. Eine Psychotherapie wiederum ist die Behandlung speziell von psychischen („seelischen“) Erkrankungen, welche auch als psychische Störung bezeichnet werden. Dabei werden anerkannte Verfahren, Methoden und Techniken angewandt, um Leid, Angst und andere Einschränkungen der Lebensqualität durch psychische Erkrankungen zu reduzieren. Bei psychischen Erkrankungen können das eigene Erleben und Verhalten sowie das körperliche und geistige Wohlbefinden betroffen und beeinträchtigt sein. Die Empfehlung, eine Psychotherapie zu beginnen, ist dann gegeben, wenn die Beeinträchtigung der psychischen Erkrankung zu Krankheitserscheinungen (Symptome) führt oder die Anforderungen des Alltags nicht mehr bewältigt werden können.

Hürden auf dem Weg zur Therapie


Für Patient:innen ist die Entscheidung für eine Psychotherapie oft ein großer Schritt. Häufig wurden zahlreiche Versuche unternommen, die aufgetretenen Probleme mit anderen Hilfsmitteln zu verändern, jedoch ohne dauerhaften Erfolg. Selbst zu erkennen, dass Unterstützung durch eine außenstehende Person notwendig ist, und sich dieser im Gespräch anzuvertrauen sind nicht immer leicht. Nicht selten stehen eigene Leistungsansprüche oder Gefühle wie Scham der Kontaktaufnahme zu Therapeut:innen zunächst im Weg. Regelhaft erleben Patient:innen jedoch bereits im Verlauf des ersten Gesprächs eine erste Entlastung aufgrund der Wertschätzung und Offenheit der Therapeut:in und verspüren neue Hoffnung.

Probatorische Sitzungen einer Psychotherapie


Vor dem Beginn einer Therapie werden sogenannte probatorische Sitzungen vereinbart. Diese dienen dem Kennenlernen von Patient:in und Therapeut:in sowie der Klärung, ob eine mögliche Behandlung den Erwartungen von Patient:innen entspricht oder äußere Faktoren zunächst geregelt werden sollten, bevor sich der Therapie gewidmet werden kann.

Psychotherapeutische Behandlung


Eine psychotherapeutische Behandlung erfolgt über das persönliche Gespräch. Bei Kindern wird in der Regel das spielerische Handeln in die Therapie einbezogen. Eine Einzelbehandlung erfolgt regelhaft mit einer:einem Therapeut:in über mehrere Sitzungen hinweg, die etwa einmal wöchentlich stattfinden und jeweils 50 Minuten dauern. Ziel ist es, in einem geschützten Rahmen auf Basis einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung, die Anliegen und Probleme zu besprechen, neu zu erleben und überdenken zu können, um Veränderungen zu bewirken.

Verhaltenstherapie


Bei der Verhaltenstherapie werden zudem je nach Beschwerdelage spezifische, wissenschaftlich fundierte Methoden angewendet. Diese werden stets vor ihrer Anwendung mit der:dem Patient:in besprochen. Zudem werden oft kleinere Übungen oder Aufgaben besprochen, die zwischen den Sitzungen umgesetzt werden sollen. Diese dienen oft verschiedenen Zwecken, sollen in erster Linie aber neue Erfahrungen ermöglichen und die Selbstwirksamkeit der:des Patient:in fördern.